Lübeck_Pride 2011
Queer* im Job. Ich sags meinem Chef
"Und… Was hast du am Wochenende gemacht?" Eine Frage die jede zweite Lesbe und jeder zweite Schwule am Montagmorgen nicht ehrlich und entspannt beantworten möchte, weil sie Beleidigungen oder Isolation an ihrem Arbeitsplatz befürchten.
Wirtschaft und Werbung haben Lesben und Schwule als Konsumenten/innen und Kunden/innen längst entdeckt. Doch Lesben und Schwule sind nicht nur Konsumenten/innen, sie sind auch Mitarbeiter/innen, Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte, Auszubildende. Und hier zeigt eine Studie unter anderem auf, dass 52 Prozent der Lesben und Schwulen ihre homosexuelle Identität – und damit einen wichtigen Aspekt ihrer Persönlichkeit – am Arbeitsplatz verschweigen.
Der CSD 2011 will für die Probleme von Lesben und Schwulen am Arbeitsplatz sensibilisieren und plädiert für Lösungsansätze, die zu mehr Offenheit und Akzeptanz sowie zum Abbau von Diskriminierung führen sollen. Der CSD will Lesben und Schwule sowie (Personal-)Verantwortliche in Unternehmen bewegen, Homosexualität aus dem Bann des Verschweigens zu befreien und – ebenso wie heterosexuellen Lebensweisen – eine Thematisierung am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Immerhin verbringen wir einen nicht unbedeutenden Teil unseres Lebens am Arbeitsplatz.
Die Antwort am die montägliche Frage sollte zukünftig lauten können: "Am Wochenende? Da war ich auf dem Christopher Street Day – und was hast Du gemacht?".

Der CSD in Lübeck startet in diesem Jahr zum 10. Mal und kann inzwischen als Tradition im sommerlichen Stadtgeschehen bezeichnet werden. Die Ausstellung 